Am Samstag, den 28. Februar, fand in der SV OG Burgsolms ein Helferlehrgang mit begleitender Veranstaltung zum Erwerb bzw. zur Verlängerung der Übungsleiterlizenz der Abteilung C statt. Insgesamt waren 50 Teilnehmer vor Ort – motiviert, aufmerksam und mit echtem Interesse, um nicht nur „Übungen nachzumachen“, sondern die Zusammenhänge im Schutzdienst zu verstehen.

Der Lehrgang wurde von dem Landesgruppenausbildungswart Thomas Kantyba und Jens Pauly (stellv. Landesgruppenausbildungswart & Lehrhelfer) geleitet. Unterstützt wurden sie dabei von den Lehr- und LG-Helferinnen und Helfern Christian Russ, Fabian Schlick, Lukas Grenzer und Fritzi Landau.

Gemeinsam wurden die Inhalte strukturiert, verständlich und praxisnah vermittelt – mit klarer Linie, fachlicher Tiefe und einer Präsentation, die Theorie und Praxis sinnvoll miteinander verbunden hat.

Vielen Dank für eure Hilfe!

 

Theorie: Realistisch, praxisnah und faktenbasiert

Der Vormittag stand im Zeichen eines klaren, praxisorientierten Theorieteils. Im Mittelpunkt standen die realistische Darstellung des Abteilung C und der Blick darauf, wie Prüfungssituationen in Vereinen und Ortsgruppen tatsächlich prüfungskonform abgebildet werden können. Danach ging es an die Basisfragen, die jeder Übungsleiter und Helfer beantworten können muss: Warum betreiben wir die Abteilung C? Welche Vorteile hat sie für den Hund, für seine Entwicklung und für die Zusammenarbeit im Team? Und in welchen Bereichen arbeiten wir in der Abteilung C (sog. Schutzdienst) wirklich?

Ebenso wichtig: die Rollenklärung. Was ist die Aufgabe eines Figuranten in der Ortsgruppe – und was ist die Aufgabe eines Übungsleiters, der anleitet, strukturiert, Grenzen setzt und gleichzeitig die Entwicklung von Hund und Hundeführer im Blick behält? Der Theorieteil wurde durch eine lebhafte PowerPoint-Präsentation ergänzt, inklusive Videos einzelner Sequenzen, um Bilder statt Behauptungen sprechen zu lassen.

 

Praxis: Erst verstehen – dann umsetzen

Auch in diesem Jahr beinhaltete der Lehrgang einen praktischen Teil.

Die anwesenden Personen wurden hierfür in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe bestand aus Helferinnen und Helfern, eine weitere Gruppe ausschließlich aus Lizenzteilnehmern/innen.

 

Praxis der Lizenzteilnehmer:

Dafür brachten die Teilnehmer geeignete Beutegegenstände mit, um grundlegende Abläufe nachvollziehbar aufzubauen. Gestartet wurde bewusst mit Trockenübungen ohne Hund. Hierfür wurden zweier Teams gebildet. Eine Person übernahm die Rolle des Helfers bzw. Beuteführers, die andere Person „spielte“ den Hund. So konnten sie zunächst optimal erarbeiten, wie die Beute geführt wird, was Bewegung signalisiert, in welchem Zustand der Hund arbeitet (aktiv oder passiv) und wie die Wechsel im Beutebereich technisch sauber aussehen.

 

Nach der Mittagspause ging es dann mit der Umsetzung am Hund weiter. Besonders stark: Es wurden mehrere Hunde für Übungszwecke zur Verfügung gestellt, sodass jeder Lizenzteilnehmer die erarbeiteten Inhalte praktisch zeigen und anwenden konnte. Genau diese Mischung macht den Unterschied: Nicht nur zuhören – sondern machen, korrigieren und verbessern.

 

Ein Teil der Teilnehmer absolvierte zusätzlich den abschließenden schriftlichen Teil der Lizenschulung. Man hat über den gesamten Tag gespürt: Die Anwesenden wollten nicht nur „durchkommen“, sondern Wissen und Fertigkeiten mitnehmen, welche sie später im Verein anwenden können.

 

Praxis der Helferinnen und Helfer:

Nach dem gemeinsamen Aufwärmen ging es zunächst mit einem Sprinttraining inklusive Geschwindigkeitsmessung weiter. Ergänzend dazu wurden Reaktionstests durchgeführt, bei denen Schnelligkeit, Koordination und Reaktionsvermögen geschult wurden – alles wichtige Voraussetzungen für die anspruchsvolle Arbeit der Abteilung C.

Im weiteren Verlauf des Tages widmete man sich intensiv der praktischen Arbeit mit den Hunden. Beginnend beim Aufbau von Junghunden wurden die einzelnen Ausbildungsschritte bis hin zum Figurieren kompletter Prüfungsabläufe gezeigt und gemeinsam trainiert. Die Teilnehmer konnten hierbei wertvolle Erfahrungen sammeln und ihr Wissen praxisnah vertiefen.

Die Veranstaltung zeichnete sich durch großen Zusammenhalt, viel Engagement und die spürbare Leidenschaft für den Hundesport aus.

Besonders erfreut zeigten sich die Verantwortlichen über die beiden jungen Talente Linus Stichel und Luke Staab, die mit großem Einsatz und vielversprechenden Ansätzen auf sich aufmerksam machten.

 

Danke & Ausblick

Ein besonderer Dank gilt der SV OG Burgsolms als Ausrichter – für die hervorragende Organisation, die tolle Verpflegung und die gepflegte Platzanlage, die diesen Tag in dieser Qualität überhaupt möglich gemacht hat.

Danke an alle Teilnehmer für die hohe Motivation, die Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, sich wirklich mit dem Handwerk in der Abteilung C auseinanderzusetzen – und ebenso an diejenigen, die Hunde für Übungszwecke zur Verfügung gestellt haben. Genau so entsteht Qualität in den Ortsgruppen: durch saubere Ausbildung, klare Standards und Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Ein weiterer Dank gilt Kim Lea Seipel, Christiane Schröder-Pauly und Bianca Husemann, die den Lehrgang fotografisch begleitet und damit für viele schöne Eindrücke dieses gelungenen Tages gesorgt haben.

 

Eure Ausbildungswarte

Thomas und Jens